Volkstanz Österreich LogoKulturgeschichte des Volkstanzes in Österreich und Südtirol. Ein Projekt der BAG.

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Wozu dieses Volkstanzprojekt?

Fragen stellen
kulturelles Erbe bewahren
innovative Zugänge ermöglichen

Mit „Volkstanz“ meinen wir jene pflegerisch zugerichtete Form eines vorwiegend ländlichen Tanzrepertoires, die im Verlauf des 19. und 20 Jahrhunderts ihre Namensgebung und Prägung erfahren hat und die sich zu einer spezifischen kulturellen Äußerung entwickelte.

Dieses Projekt ist für die gesamte Volkstanzkultur in Österreich und Südtirol von enormer Wichtigkeit. Volkskultur an sich ist zweifellos auf vielfältige Weise Teil der modernen Gesellschaft. Als Grundlage für die Vermittlung eines toleranten, zukunftsorientierten, offenen Volkstanzbildes sehen wir eine Beschäftigung mit dem Volkstanz als kulturgeschichtliches Phänomen unumgänglich. Durch interdisziplinäre Herangehensweise (Ethnologie, Musikwissenschaft, Tanzwissenschaft, Musikethnologie, Soziologie, Geschichtswissenschaft) und die Miteinbindung von PraktikerInnen wird eine multiperspektivische Diskussion der Thematik nach heutigen wissenschaftlichen Gesichtspunkten gewährleistet.

Die Forschungsergebnisse werden auf zwei Ebenen mittels Buch und DVD präsentiert:

Buch: ca. 420 Seiten, reich bebildert, optisch ansprechend aufbereitet, Texte gekürzt und redaktionell in allgemein verständliche Form gebracht; praxisnah, Querverweise zu Inhalten der DVD.

Inhalt DVD: ca. 1000 Seiten rein Text; die wissenschaftlichen Beiträge in ungekürzter Form – ausdruckbar; Bild-, Ton-, Filmmaterial.

DVD fixiert im Buch

Rasches Informieren anhand qualitätvoller fundierter Informationen aber auch vertiefendes Studium wird so, je nach Belieben der NutzerInnen, ermöglicht. Auf diese Weise lässt die Publikation ein ungemein ökonomisches Hantieren zu, beschreitet neue Wege der Informationsvermittlung und erweitert die Zielgruppe. Durch das Miteinbinden filmischer, fotographischer und tonlicher Originaldokumente eröffnet sich eine sensitive Zugangsweise von besonderem Wert. Es handelt sich damit um ein Projekt mit hohem Innovationsgrad und immenser Nachhaltigkeit.

Wir schaffen damit ein Grundlagenwerk für die praktische Arbeit in den Volkstanzvereinen und –organisationen, für die erwachsenenbildnerischen Kursprogramme, für MultiplikatorInnen und Praktizierende auf allen Ebenen. Darüber hinaus gilt es, den Volkstanz als Forschungsgebiet ins Blickfeld der wissenschaftlichen Diskussion zu rücken, und einen Anschluss an die internationale Volkstanzforschung anzuregen.

Kenntnis über die eigene Geschichte zu haben ist vielfach Teil der Identitätsbildung. Das gilt sowohl für Einzelpersonen und deren Biografien, als auch für Organisationen und Institutionen – so auch für die große Zahl der volkstanzenden Menschen und ihr Anliegen, den Volkstanz. Folgendes Projekt leistet damit nicht nur die längst fällige Darstellung der kulturgeschichtlichen Zusammenhänge um den Volkstanz, sondern auch entscheidende Impulsarbeit für die Praxis und Zukunftsarbeit in den Vereinen und Tanzkreisen, für ihre Identitätsbildung und Legitimation nach außen. Es geht nicht nur um Erhalten, sondern auch darum die Entwicklung zu unterstützen und Volkstanz als attraktives Angebot für junge Menschen zu etablieren. Dieses Projekt versteht sich als ein entscheidender Impuls in diese Richtung.

Nach außen (für Wissenschaftler, Studierende, Journalisten) soll die Publikation einmal dokumentieren, was Volkstanz in seiner Vielfältigkeit ist und war und weiters grundlegende Thesen zu Konstruierung und Tradierung von Kultur liefern. Nach innen (für die Volkstanzenden selbst, für MultiplikatorInnen) stellt sie ein Grundlagenwerk dar, das den Volkstanz auf eine gesicherte historische Basis stellt und somit Ausgangspunkt einer zukunftsorientierten Arbeit in den Vereinen und Organisationen ist. Die Darstellung der Geschichte des Volkstanzes in Österreich wird über eine Aneinanderreihung historischer Daten und Ereignisse weit hinausgehen. Die geplanten Analysen im Kontext gesamtgesellschaftlicher und zeitgeschichtlicher Entwicklungen erlauben ein ganzheitliches Verstehen von Entstehung und Wandel der Volkstanzkultur.

Für den Volkskulturbereich besonders innovativ ist die Form der Wissensvermittlung innerhalb einer Publikation – wissenschaftliche Analysen in einem zweiten Schritt aufbereitet für ein der Wissenschaft fern stehendes Publikum.

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Projektleitung: Mag. Waltraud Froihofer.
Webmaster: Franz Fuchs.
Stand dieser Seite: 29. November 2007